Rolli Days Mai 2019 – Im Polcevera-Tal

Die Frühjahrsedition 2019 der Rolli Days im Mai führt mit vielen Initiativen unter anderem ins Polcevera-Tal, einer wichtigen Verkehrsachse, die seit der römischen Antike Genua mit Norditalien und Europa verbindet.
Nach einer langen und umfassenden Restaurierung kann unter anderem exklusiv zum Event die Abtei Boschetto berichtigt werden.
Das Zisterzienser-Kloster entstand im 14. Jahrhundert und liegt strategisch erhöht über dem Polcevera-Tal. Im Verlauf der Jahrhunderte haben viele Genueser Adelsfamilien zu seiner Dekoration beigetragen, von den Grimaldi bis hin zu den Spinola, Doria und Lercari.
Im Diözesanmuseum in Genua ist ein kostbares „ephemeres Werk“ zu sehen, eine Dekoration, die vorübergehend für das Osterritual der 40 Stunden installiert wurde. Diese Dekoration stammt aus der Abtei Boschetto und wurde im 16. Jahrhundert auf dem „blauen Genueser Leinen“ gemalt, das mit einigen Abweichungen der Vorfahr des modernen Jeansstoffes ist. Eine Übersicht mit weiterführenden Informationen über die Abtei finden Sie im Anhang.
Die Abtei kann auf Reservierung am Freitag, dem 3. Mai und Samstag, dem 4. Mai besichtigt werden.
Für den Zugang zum Gelände wird ein Shuttle-Service zur Verfügung gestellt, die Nutzung ist obligatorisch.
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Ligurien und Kunst - Hommage an die Schönheit
In der Kirche San Bartolomeo della Certosa in Genua
wird am Freitag, dem 3. Mai 2019 um 21.00 Uhr
im Rahmen der Rolli Days die Bedeutung des Polcevera-Tals für die Geschichte und die Kultur Genuas zelebriert.

Pino Petruzzelli, Schauspieler und Regisseur am Nationaltheater Genua, liest Eugenio Montale,
Renzo Piano, Camillo Sbarbaro, Maurizio Maggiani und Giuseppe Mazzini.
Eliano Calamaro, erste Violine am Teatro Carlo Felice in Genua, spielt Werke von Nicolò Paganini und Camillo Sivori.
Der Kunsthistoriker Giacomo Montanari erklärt die Grabmonumente von Ambrogio und Orazio Di Negro, zwei außerordentlichen Persönlichkeiten, deren Namen mit der Stadtgeschichte von Genua unzertrennlich verbunden sind.

Vor Beginn der Veranstaltung werden die Spenden übergeben, die der von „Genueser Botschaftern“ in London gegründete St. George’s Club gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation „Il Circolo“ und der Handelskammer Genua für die Restaurierung des Rissêu-Mosaiks in der Certosa gesammelt hat. Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation NPH UK und der Rava-Stiftung hatte der Club bereits 12.000 Euro für die Familien der Opfer des tragischen Einsturzes der Ponte Morandi gespendet.
Die Certosa San Bartolomeo di Rivarolo ist ein Kartäuserkloster, das 1297 erbaut und im 16. Jahrhundert erneuert wurde. Im Kreuzgang ist ein wunderschönes „Rissêu – ein Mosaik aus Kieselsteinen – erhalten. Das Mosaik zählt zu den größten und ältesten dieser Art in Ligurien.
Viele Kapellen der Kirche wurden von bedeutenden Adelsfamilien der Stadt erworben, die mit der Dekoration große Meister der damaligen Zeit beauftragten. Beispielsweise sind im großen Kreuzgang der Kartause zwei wunderschöne Portale aus schwarzem Stein zu sehen, die Ende des 15. Jahrhunderts von Tessiner Bildhauern geschaffen wurden und ursprünglich die Kapellen der Familien Doria und Spinola dekorierten. Im 19. Jahrhundert wurden die Portale aus den Kapellen entfernt und sind heute Eigentum des Victoria and Albert Museums in London. Eine Übersicht mit weiterführenden Informationen finden Sie im Anhang.
Die Certosa di Rivarolo kann am Samstag, dem 4. Mai von 10.00 bis 17.00 Uhr und am Sonntag, dem 5. Mai von 12.00 bis 17.30 Uhr besichtigt werden.

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